Arbeiten im Escape Room: Sarah erzählt von ihrem Alltag bei Time-Busters

Muss man ein Rätselfan sein, um im Escape Room zu arbeiten?

Was passiert eigentlich hinter den Kulissen eines Escape Rooms? Erfahre aus erster Hand, wie der Arbeitsalltag in einem Escape Room abläuft, welche Skills du brauchst – und warum es vor allem darauf ankommt, gut mit Menschen umgehen zu können. Denn soziale Kompetenzen sind hier wichtiger als jedes Rätselwissen.

Die langjährige Rätselmeisterin und Escape Room Expertin Sarah erzählt, wie die Mischung aus Menschenkontakt und Mitgestaltung ihren Job so besonders macht.

Warum macht dir die Arbeit bei Time-Busters Spaß?

„Ich mache bei Time-Busters alles quer durch die Bank – von Spielleitung in der Filiale über Social Media bis hin zu organisatorischen Aufgaben wie Dienstplänen und Teamabstimmungen. Besonders gefällt mir, dass ich mit Menschen arbeiten und mich gleichzeitig kreativ austoben kann. Die Mischung und dass ich eigene Ideen einbringen und wirklich etwas verändern kann, machen den Job für mich so besonders.“

Muss ich ein Rätselfan sein, um in der Branche zu arbeiten?

„Ich bin auf jeden Fall einer, habe schon früher immer viele Escape Rooms gemacht. Und auch jetzt überrede ich Familie und Freunde regelmäßig, um bei den Escape Rooms in Wien alle Anbieter:innen zu kennen. Computerspiele mag ich eher weniger, ich mag lieber Brettspiele oder auch die Escape Games in Kartenform.“

Sind alle die hier arbeiten Rätselfans?

„Nein, würde ich nicht sagen, vor allem müssen Mitarbeiter:innen gut mit Menschen reden können, da die Interaktion mit dem Game Master das Escape Room Erlebnis vervollständigt. Wir haben auch eine lange Einlernphase von etwa zwei Monaten da sind fehlende Vorkenntnisse kein Problem. Nachdem Mitarbeiter:innen hier anfangen, wird langsam jede:r zum Rätselfan. Also im Endeffekt, uns ist wichtig, dass die Leute einfach Spaß am Job haben, motiviert sind, gut mit Kund:innen reden können.“

Junge, lachende Menschen arbeiten an ihren Laptops

Was macht die Escape Room Branche so besonders?

„In der Branche gibt es wenig Konkurrenzdenken, sondern es ist eher ein Miteinander. Wenn jetzt die Menschen woanders einen Escape-Room spielen, der ihnen gefällt, dann kommen sie natürlich auch eher wieder zu anderen Escape-Rooms. Und deswegen freut man sich eigentlich, wenn schöne neue Escape-Rooms in Wien aufmachen.“

Wie begleitet ein Game Master das Spiel?

„Natürlich Sicherheitshinweise geben, aber auch Tipps. Die Tipps sind nicht immer gleich man hat auch viel Freiheit, mit der Zeit entwickelt da jede:r Rätselmeister:in seinen eigenen Stil. Während die Spieler:innen in den Räumen unterwegs sind, schauen wir auf den Kameras mit. Wenn eine Tür dann zum Beispiel mal hängt, dann können wir mit dem Computer nachhelfen, also man muss sehr aufmerksam mitschauen, dass das Spiel reibungslos weiterläuft.

Was passiert zwischen den Spielabläufen?

„Es ist wichtig sehr gründlich aufzuräumen und alle Teile wieder an ihren ursprünglichen Ort zu bringen. Ansonsten kann die nächste Gruppe nicht richtig spielen. Manchmal verstecken die Spieler:innen die Teile unabsichtlich, einmal musste ich klettern, um ein Schloss aus einem Netz an der Decke hervorzuholen.“

Arbeitet man alleine?

„Am Wochenende ist man immer zu zweit aber ansonsten auch oft alleine, besonders im Sommer.“

Neonschriftzug Do something great als Symbolbild für Jobs bei Time-Busters Wien

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Time-Busters aus?

„Ein typischer Arbeitstag bei Time-Busters startet bei uns eine halbe Stunde vor der ersten Gruppe. Das ist unsere Zeit zum Vorbereiten: Wir schalten die ganze Technik ein und machen die Räume ready.

Am Tag davor schauen wir schon, dass alle Rätsel wieder verräumt sind. Am nächsten Tag checken wir jedes Rätsel nochmal und schauen, ob wirklich alles zu ist. Nach einem langen Tag kann es nämlich schon passieren, dass irgendwo ein kleiner Fehler passiert oder etwas offenbleibt.

Wenn alles kontrolliert ist, werden die Zwischentüren zugemacht – und dann ist der Raum bereit für die ersten Gäste. Ansonsten geht es vor allem darum zu schauen, dass alles sauber und ordentlich ist. Und dann, wenn die Gäste fertig sind, holen wir sie wieder ab, fragen sie, ob sie ein Foto machen wollen, ob es irgendwelche Fragen gibt, ob sie noch irgendwas bereden wollen. Spieler:innen sind danach sehr in Redelaune.“

Was sind witzige Momente im Arbeitsalltag?

„Die Kreativität der Gäste ist oft das Beste. Die Menschen probieren wirklich alles. In einem Raum gibt es zu Beginn zwei Speere, damit wird alles Mögliche getestet, weil niemand weiß, wofür sie eigentlich gedacht sind. Ein Highlight war auch zuletzt ein Heiratsantrag – der Ring war im Raum versteckt.“

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Illustration von Frau, die das Logo von Time-Busters Wien trägt

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